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Ein Wort zuvor

Die Tauchsportabteilung ist eine der zahlreichen Abteilungen im Mehrspartenverein Polizeisportverein Stuttgart e.V. und, um es gleich vorweg zu bemerken, man muss keineswegs von Beruf Polizeibeamter sein, um bei uns Mitglied werden zu können.

Bei uns ist Jeder willkommen, der sich in unserer Gemeinschaft wohlfühlen und das sportliche Tauchen erlernen und ausüben möchte!

Wie alles begann ?

Eigentlich ganz einfach und recht undramatisch -

Am Dienstag, dem 6. April 1976, wurde um 19.30 Uhr im Nebenzimmer einer Gaststätte, gelegen in der Tunzhofer Straße in, welch Zufall, unmittelbarer Nähe zum Bürgerhospital, das Gründungsprotokoll der "Tauchsportgruppe in der Schwimmabteilung des PSV Stuttgart e.V." geschrieben und nannte bereits damals als Ziele der Gruppe:

"Pflege des Tauchsports unter Berücksichtigung der kameradschaftlichen, tauchsportlichen Interessen, aktives Arbeiten in der Gruppe, Schaffen der Voraussetzungen zur Erlangung der Qualifikation für die Prüfungsabnahmen."

Gleich wurden auch noch hohe praktische Ziele gesteckt und beschlossen, die Gruppe auf 40 Sporttaucher anwachsen zu lassen (wo die restlichen 31 herkommen sollten, war allerdings noch nicht so recht klar, denn als Breitensport konnte man das Sporttauchen damals wahrlich noch nicht bezeichnen!), Mitglied im Verband Deutscher Sporttaucher zu werden und neben dem praktischen Training auch Info-Abende zur Theorieausbildung zu veranstalten.

Da jeder Verein und demnach auch jede Abteilung ihre ehrenamtlichen Vorturner benötigt, wurde auch gleich gewählt:

1. Vorsitzender wurde Horst Horka, zum 2. kürte man Günter Breit, die schriftlichen Angelegenheiten der Tauchergruppe sollte ab sofort Hannes Wassenberg erledigen.

Da darüber hinaus klar war, dass auch ein finanzieller Grundstock für die Arbeit der Gruppe nötig war, wurde unter den Anwesenden gesammelt und der stolze Betrag von 38,-DM dem frischgewählten Kassier "Bulli" Kallweit übergeben.

Bevor allerdings die insgesamt neun Gründungsmitglieder, zu denen neben den bereits genannten noch Helmut Hauser, Hans Hausler, Jürgen Horka, Roland Krietsch und Rudi Tenzer gehörten, ihre ehrgeizigen Ziele verwirklichen und die Tauchsportgruppe aus der Taufe heben konnten, waren von Horst Horka noch zwar freundliche, doch recht schwierige Verhandlungen mit dem Vorstand des PSV Stuttgart e.V., Herbert Gaißmaier, und dem damaligen Leiter der Schwimmabteilung, Herrn Heinold, zu führen. Ging es doch darum, aus dem bereits damals recht knappen Angebot der Trainingsmöglichkeiten in den Stuttgarter Hallenbädern ein Quentchen für uns Taucher und leider zu Lasten der PSV-Schwimmer abzuzwacken.

Nun, letztlich und Dank auch des wackeren Engagements insbesondere Herbert Gaißmaiers - heute noch herzlichen Dank dafür!! - gelang es doch, das Heslacher Bad zumindest zeitweise für uns zu erobern!

Dann jedoch ging´s erst so richtig los!

Es wurde trainiert, theoretisch ausgebildet und geprüft, gefestet und vor allem an fast jedem Wochenende in allen erreichbaren Gewässern getaucht!

Selbst der Jahresurlaub wurde von Vielen als Tauchurlaub mit der Gruppe verbracht, wobei so exotische Ziele wie etwa das Mittelmeer in Frankreich oder sogar Spanien angesteuert wurden.

Eines unserer ersten Mitglieder, Hans Meier, Fahrer bei einer der großen Stuttgarter Brauereien, stiftete anlässlich der regelmäßig stattfindenden Theorie- und Dia-Abende seine "Bruchkästen".

Die Flaschen verhökerten wir dann stückweise an unsere Mitglieder und peppten so unsere Kasse zum Erwerb des so unheimlich teuren, heißersehnten ersten eigenen Atemluft-Kompressors auf.  

Es war eine Zeit voll ungestümer Aktivität und wir glaubten es selbst kaum, doch wir wuchsen nicht nur in unseren taucherischen Fertigkeiten und Brevets, sondern vor allem an der Zahl unserer Mitglieder.

Was man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann: Taucher waren damals noch sportliche Exoten und als solche auch überall gern gesehen. Selbst an einem Sonntagvormittag waren wir an der Überlinger Uferpromenade willkommene und vielbestaunte Attraktion des lustwandelnden Völkchens, das uns mit Fragen wie:

"Was gibt es denn da unten zu sehen? - Wie tief taucht Ihr denn? - Wie lange könnt Ihr denn mit Euren Sauerstofflaschen tauchen?" bestürmte.

Nun, damals was das Sporttauchen eben noch kein Breitensport!

Heute, 40 Jahre später, hat sich die ehemalige Tauchsportgruppe mit ca. 100 Mitgliedern zu einer der großen eigenständigen Abteilungen im PSV Stuttgart e.V. gemausert.

Uns allen und insbesondere den noch immer aktiven Gründungsmitgliedern  Jürgen Horka und Hans-Joachim Wassenberg stellt sich die Situation der Sporttaucher in Deutschland heute so ganz anders dar:        

Es war, so im nachhinein und durchaus sehr wehmütig betrachtet, ungemein wohltuend, damals noch keine Tauchverbote, Tauchgenehmigungs- und Tauchgebührenregelungen für Sporttaucher beachten zu müssen.

Es gab damals auch die Tafel an der Einfahrt zu einem direkt am Ufer des Bodensees gelegenen Campingplatz noch nicht, die sehr groß einen stilisierten Sporttaucher zeigt, der als unübersehbare Abschreckungsmaßnahme gegenüber dieser unerwünschten Spezies mit einem breiten Balken rot durchgestrichen ist.

Der in einem Tauchsportverein/-verband organisierte Sporttaucher von heute ist ein sehr weitgefächert und gut ausgebildeter, sehr wohl mit der empfindlichen Ökologie der von ihm sportlich genutzten Gewässer vertrauter Breitensportler.

So gehört die dem sportlichen Tauchen leider auch heute noch angedichtete und in den Anfangstagen des Sporttauchens selbst von Hans Hass und Jacques Cousteau praktizierte Fischjagd mit der Harpune schon lange der Historie an. Sie wich der Jagd mit der Foto-, Film- oder auch Videokamera, der die große Zahl der Nichttaucher faszinierende Einblicke in die fantastische Welt unter Wasser zu verdanken haben.

Der Sporttaucher von heute ist darüber hinaus ein weltoffener, toleranter, sich seiner ökologischen Verantwortung bewusster Weltenbummler, der nicht allein im heimischen Süßgewässer, sondern in allen sieben Weltmeeren zuhause ist.

Er verdient die ihm heute in unserem Land entgegenschlagende Stigmatisierung als sportlicher Umweltschädling nicht, dessen den Blicken der Öffentlichkeit entzogenes Treiben unter Wasser schon immer einen aus Unkenntnis geborenen gewissen Argwohn erregte!

Die Ziele unserer Abteilung

sind immer noch die, denen sich die Mitglieder unserer Gründungsversammlung verschrieben haben.

Wir konnten sie in den Jahren unseres Bestehens, mit wechselnder Gewichtung, auch immer wieder verwirklichen und dabei das Gewicht unserer Gemeinschaft einsetzen.

Dies war und ist auch bitter nötig, denn das Sporttauchen darf in Deutschland in immer weniger Seen uneingeschränkt ausgeübt werden.

Die Gründe hierfür liegen in Fragen des Naturschutzes, Naturverbrauchs, den in den einzelnen Ländern recht unterschiedlichen und für uns Sporttaucher leider meist sehr restriktiven Bestimmungen der Wasserhaushaltsgesetze über den Gemeingebrauch und auch in den verschiedenen Interessen der die Gewässer nutzenden Sporttreibenden, wie etwa Angler, Taucher, Kanuten, Surfer etc.

Die Mitgliedschaft der PSV-Tauchsportabteilung in den großen Sportverbänden

Confederation Mondiale des Activites Subaquatiques (CMAS)

Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST),

Landessportverband Baden-Württemberg e.V. (LSV)

Württembergischer Landessportbund e.V. (WLSB)

Württembergischer Landesverband für Tauchsport e.V. (WLT)

ist nötig und hilfreich im Bestreben, die Interessen und Ziele aller Tauchsportler in einer starken Gemeinschaft vertreten zu wissen.

Die Mitgliederstruktur

Unsere Abteilung hat derzeit etwa 100 Mitglieder, die viele Berufs- und nahezu alle Altersgruppen repräsentieren.

Unser jüngstes Mitglied ist gerade einmal 5 und unser ältestes 80 Jahre jung.

Wer glaubt, dass Sporttauchen eine Männerdomäne ist, dem sei gesagt, dass rund 35% unserer Mitglieder weiblichen Geschlechts sind.

Ausgebildete Sporttaucher jedoch sind sie alle; jedes unserer Mitglieder hat zumindest die Prüfung zum Deutschen Tauchsportabzeichen (DTSA) in Bronze und etwa die Hälfte sind stolze Inhaber der höheren Stufen Silber und Gold.

Darüber hinaus besitzen alle unsere 10 Trainer die Übungsleiter-Lizenz des DOSB; einer von ihnen ist **- und die zwei weiteren *-Tauchlehrer.

Dies zu den trockenen Zahlen.

Ansonsten sind wir eine unternehmungslustige Bande, was sich insbesondere nach dem Training in unserem Stammlokal und, zum Leidwesen der Übungsleiter, manchmal auch während des Trainings bemerkbar macht.

Unser Clubleben

wird im wesentlichen vom Training im Heslacher Bad bestimmt.

Jeden Montag kommen regelmäßig etwa 30 aktive Mitglieder, um sich fit zu halten.

Unsere Übungsleiter haben den Trainingsablauf fest im Griff; abwechslungsreich und praxisorientiert halten sie uns fit für die Tauchgänge in den Seen unserer Umgebung und natürlich für Urlaubs- und Clubfahrten zu den schönsten Tauchplätzen der Welt.

Jedes Jahr führen wir Abteilungsmeisterschaften durch, bei denen es sowohl auf Geschicklichkeit, taucherische Praxis als auch Kondition ankommt.

Die Siegerin und der Sieger dürfen dann je ein Jahr lang den errungenen Wanderpokal hüten.

Unser Vereinsleben wird darüber hinaus belebt durch Dia-Vorträge und Berichte von Über- und Unterwasserausflügen.

Natürlich steht dabei die Flora und Fauna der Unterwasserwelt im Vordergrund.

Durch unsere regelmäßig erscheinende Abteilungs-Zeitschrift "Caisson" sind wir bemüht, unsere Mitglieder über das Vereinsleben, Tauchmöglichkeiten, Gewässerkunde, Entwicklungen in der Tauchtechnik und Tauchsicherheit, Ausbildung und vieles mehr auf dem laufenden zu halten.

Die Grenzen unserer Unternehmungslust sind damit jedoch noch lange nicht erreicht:

Fahrradtouren, Skiausflüge, das eine oder andere Fest runden die vielfältige Palette unseres Vereinslebens erst so richtig ab.

Unser Training

findet seit Dezember 1992 wieder vorzugsweise und ganzjährig im ehrwürdigen neu renovierten Heslacher Hallenbad statt.

Nach dem Bäderkonzept 2000 des Kur- und Bäderamts ist der Montag im Heslacher nicht dem Publikum, sondern ganz dem Schul- und Vereinssport gewidmet. Uns steht ab 20.00 Uhr das Sprungbecken und ab 21.00 Uhr das gesamte Bad zur Verfügung.

Einlass ist um 20.00 Uhr und dabei ist pünktliches Erscheinen oberstes Gebot, da wir Schlüsselgewalt haben und nach 20.00 Uhr niemanden mehr einlassen.

Eine weitere Trainingsstätte haben wir seit Anfang des Jahres 2003 mit dem Stadtbad Cannstatt gefunden. Hier findet die Ausbildung und das Training unserer Jugendlichen statt.

Genauere Informationen zu den Trainingsstätten, sowie dem Trainingsinhalt entnehmen Sie bitte der Trainingsseite.  

Die Ausbildung

kann in unserer Abteilung Dank der Tatsache, dass wir Tauchlehrer * - ** und Fachsport-Übungsleiter sowie einen Übungsleiter-A in unseren Reihen haben, umfassend vermittelt und auch nach den Regeln des Verbands Deutscher Sporttaucher geprüft werden.

Ein Anfänger-Seminar

wird regelmäßig im Winterhalbjahr angeboten und eröffnet speziell dem Beginner in unserem Sport die Möglichkeit, den VDST-Grundtauchschein bzw. das DTSA-Bronze zu erwerben.

Die Themen der ca. 4 Monate dauernden theoretischen Ausbildung sind:

- Tauchtechnik

- Tauchmedizin und Herz-/Lungen-Wiederbelebung (HLW-Kurs)

- Tauchphysik mit Tauchgangsberechnungen

- Tauchpraxis

- Tauchen und Umwelt

Parallel hierzu wird im Hallenbad der richtige Umgang mit Flossen, Maske und Schnorchel und später dann mit dem Druckluft-Tauchgerät ausgiebig geübt.

Ort und Termine der theoretischen und praktischen Ausbildung werden jeweils im Herbst vor Beginn des jew. Seminars festgelegt und in einer Ausschreibung bekannt gegeben.

Das Seminar endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung und, hat man beide Teile bestanden, ist man stolzer Inhaber des Grundtauchscheins.

Doch auch wesentliche Teile der DTSA-Bronze-Prüfung sind dann bereits überstanden, so dass nur noch die Prüfungstauchgänge im Freiwasser übrig sind.

Sie können nach Absprache mit den Tauchlehrern im Rahmen der Abteilungsaktivitäten absolviert werden.  

Das komplette Tauchgerät wird, soweit möglich, jedem einzelnen Anfänger für die praktische Ausbildung im Hallenbad zur Verfügung gestellt.

Im Anschluss an die erfolgreiche Ausbildung besteht dann für jedes neue Mitglied die Möglichkeit, sich die abteilungseigenen Tauchgerätschaften kostenfrei auszuleihen.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen der Abteilung erfolgt auf ausschließliche Haftung des Teilnehmers!

Weitere Auskünfte erteilt der Sachabteilungsleiter Ausbildung.

DTSA-Silber- und -Gold-Seminare

werden im Zusammenhang mit dem alljährlich stattfindenden Grundseminar ebenfalls angeboten.

Hier haben alle Mitglieder der Tauchsportabteilung die gute Möglichkeit, mit Silber oder Gold die nächsthöhere oder gar höchste Ausbildungsstufe im VDST und damit die Voraussetzungen für die ÜL- oder TL-Laufbahn zu erwerben.

Alle Brevets, die in unserer Abteilung erworben werden können, werden nach den Bestimmungen des Verbands Deutscher Sporttaucher und den Grundsätzen der CMAS vermittelt und auch geprüft. Damit ist sichergestellt, dass sie als

CMAS * - *** - Brevets (DTSA-Bronze - Gold) weltweite Anerkennung finden.

Dass darüber hinaus auch noch Spezialkurse wie etwa Nacht-, Strömungs- Orientierungs-, Wrack- und Trockentauchen angeboten und durchgeführt werden, sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt.

Die meisten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die unsere Mitglieder bei den Verbänden WLT und VDST besuchen, werden von der Tauchsportabteilung grundsätzlich finanziell unterstützt.

Voraussetzungen für den Erwerb der DTSA-Stufen:

  Siehe Cross-Over-Liste              

Tauchausrüstung

Unser Fundus an Ausrüstungsgegenständen wird ständig erweitert, so dass wir hier keine genauen Angaben machen können. Soviel sei aber gesagt, außer ABC-Ausrüstung und Anzug haben wir so ziemlich alles im Programm!  

Senden Sie Fragen oder Kommentare zu dieser Webseite an: admin@psv-taucher.de
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Letzte Änderung 23.10.07